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Oktober 2016

Vorsteuerabzug: Rückwirkende Rechnungsberichtigung (EUGH)

20.10.2016 08:54 von Rolf Engesser

Vorsteuerabzug: Rückwirkende Rechnungsberichtigung (EUGH)

Der Europäische Gerichtshof (EUGH) hält rückwirkende Rechnungsberichtigungen für zulässig. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist es möglich, fehlerhafte Rechnungen auch rückwirkend zu berichtigen. Damit kann der Vorsteuerabzug gerettet und eine Verzinsung vermieden werden.

Das ist von Interesse, weil mit dieser Sichtweise mögliche Zinsen auf Nachzahlungen von Umsatzsteuer vermieden werden können, wenn im Unterschied dazu der Vorsteuerabzug versagt und eine mögliche Korrektur erst in einem späteren Jahr vorgenommen werden könnte.

Es ist aber ergänzend zu beachten, dass der EUGH die Verzinsung zwar für unangemessen hält, gleichzeitig aber betont, dass er die Auferlegung einer Geldbuße im Falle der Nichterfüllung formeller Bedingungen o. ä. vorgesehen werden kann. Außerdem bezog sich die Entscheidung auf die nachträgliche Vorlage einer Ust-ID-Nr. (EuGH vom 15.09.2016, C-518/14

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