Aktuelles

November 2012

Ausgleich von Altverlusten aus Wertpapierveräußerungen

27.11.2012 08:39 von Rolf Engesser

Der Gesetzgeber hat anlässlich der Einführung der Abgeltungsteuer für private Kapitalerträge und der damit verbundenen Zuordnung von Wertpapierveräußerungsgeschäften zu § 20 Abs. 2 EStG eine besondere Verrechnungsbeschränkung für Altverluste (Verluste, die aus Wertpapierkäufen bis einschließlich 31.12.2008 resultieren) geschaffen.

Zeitlich befristet bis zum Ende des Besteuerungsraums 2013 können die zum 31.12.2008 festgestellten Altverluste mit neuen Erträgen (Veräußerungsgewinnen) verrechnet werden. Dies ist im Rahmen der Einkommensteuererklärung innerhalb der Anlage KAP zu beantragen.

Eine Verrechnung mit laufenden Kapitalerträgen (Zinsen, Dividenden) ist nicht möglich. Zur Nutzung von zum 31.12.2008 festgestellten Altverlusten bestehen nur eingeschränkte Möglichkeiten:

  • gezielter Erwerb und Veräußerung von Kapitalanlagen (z. B. Index-Zertifikate, Null-Kupon-Anleihen oder vereinnahmte Stückzinsen
  • die Verteilung lässt sich dadurch optimieren, dass entsprechende Kapitalanlagen aus denen verrechenbare Gewinne erwirtschaftet werden, getrennt in einem Depot bei einer anderen Bank deponiert werden, um sicherzustellen, dass dort nicht eine Verrechnung auf Bankebene vorgenommen wird

Wichtig:

Von der Finanzverwaltung wird eine steuerliche Gestaltung, bei der der Steuerpflichtige beispielsweise zwei gegenläufige Optionen (z. B. auf den Dax) abschließt und so gezielt und letztlich ohne wirtschaftliches Verlustrisiko Verrechnungspotential für Altverluste generiert, im Zweifel nicht anerkannt.

 

Authentifizierte Übermittlung

27.11.2012 08:38 von Rolf Engesser

Ab dem 01.01.2013, d. h. auch für die Anmeldungen Dezember 2012 und bei Dauerfristverlängerung für die Umsatzsteuer auch November 2012 ist eine Abgabe nur noch mit Authentifizierung über das Elsteronline-Portal der Finanzverwaltung möglich.

BFH zu Bewirtungsbelegen

27.11.2012 08:35 von Rolf Engesser

Der BFH hat mit Urteil vom 18.04.2012 (X R 57/09) hat mit dieser aktuellen Entscheidung deutlich gemacht, dass er die Voraussetzungen für Bewirtungsbelege streng formalitisch interpretiert.

Handelt es sich bei der Bewirtungsrechnung nicht um eine Kleinbetragsrechnung, (bis EUR 150,00 einschließlich der Umsatzsteuer), dann muss neben der Angabe des Anlasses und der Teilnehmer, die Angabe des Bewirtenden in als Leistungsempfänger in einer ordnungsgemäßen Rechnung enthalten sein.

Diese Rechnung muss auch für ertragsteuerliche Zwecke den umsatzsteuerlichen Anforderungen genügen, maschinell erstellt und registriert sein. Sie muss deshalb den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers enthalten.

Bei Kleinbetragsrechnungen (bis EUR 150,00 einschließlich der Umsatzsteuer) genügt die Angabe von:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum
  • Menge und die Art der gelieferten Gegenstände

Das Bruttoentgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung

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