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Verluste aus Knock-Out-Zertifikaten

14.03.2019 15:58 von Rolf Engesser

Verluste aus Knock-Out-Zertifikaten BFH 20.11.2018

 Erreicht ein Knock-Out-Zertifikat die Knock-Out-Schwelle und verfällt deswegen, ist der Verlust daraus im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen abziehbar. Das gelte seit der ab 01.01.2009 geltenden Rechtslage. Der BFH widerspricht damit der Auffassung der Finanzverwaltung.

Erreicht ein Knock-Out-Zertifikat die Knock-Out-Schwelle und verfällt deswegen, ist der Verlust daraus im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen abziehbar. Das gelte seit der ab 01.01.2009 geltenden Rechtslage. Der BFH widerspricht damit der Auffassung der Finanzverwaltung.

Die Finanzverwaltung hatte bisher Verluste, die durch Ausbuchung der Kapitalanlage ohne jeglichen Differenzausgleich oder Restwert entstanden sind, verneint.

Im zitierten Urteil vom 20.22.2018, VIII R 37/15, wird ausgeführt, dass unabhängig davon, ob im Streitfall die Voraussetzungen eines Termingeschäfts vorgelegen hätten, die in Höhe der Anschaffungskosten angefallenen Verluste steuerlich zu berücksichtigen seien. Für ein Termingeschäft ergibt sich das aus dem neu gefassten § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 a) EStG.

Die Auffassung der Finanzverwaltung sei überholt. Liege kein Termingeschäft vor, handele es sich um den Fall der Einlösung im Sinne des § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7in Verbindung mit Abs. 2 Satz 2. EStG.

Damit wird die bisherige Rechtsprechung des BFH, dass seit Einführung der Abgeltungsteuer, grundsätzlich sämtliche Wertänderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen zu erfassen sind, fortgesetzt.

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