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Kleinunternehmer (Umsatzteuer): Umsatzgrenze darf auch nicht geringfügig überschritten werden

03.08.2016 08:40 von Rolf Engesser

Kleinunternehmer müssen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, wenn der Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich maximal EUR 50.000,00 beträgt und darüber hinaus  im Vorjahr nicht mehr als EUR 17.500,00 betragen hat. Ergibt sich aber nachträglich, z. B. im Zuge einer Betriebsprüfung, dass die Umsatzgrenze von EUR 17.500,00 auch nur geringfügig  überschritten wurde, ist die Kleinunternehmerregelung von Anfang an nicht anwendbar, so das Finanzgericht Sachsen-Anhalt.

Die Grenze von EUR 17.500,00 ist starr, sodass auch ein geringfügiges Überschreiten deren Anwendung ausschließt. Die Gründe und der Umfang des Überschreitens sind ohne Bedeutung. Allerdings kann unter Umständen in einem gesonderten Verfahren eine Billigkeitsmaßnahme in Betracht kommen. (FG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom  26.07.2016, Az. 4 V 1379/15).

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