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Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRug):

09.12.2016 13:08 von Rolf Engesser

Ab dem Jahresabschluss 2016 bzw. für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 begonnen haben, sind die neuen Vorgaben durch das BilRug verpflichtend anzuwenden. Die angehobenen Schwellenwerte waren bereits für nach dem 31.12.2013 beginnende Geschäftsjahre anwendbar (Wahlrecht).

Die wesentlichen Neuerungen beinhalten die  angehobenen Schwellenwerten z. B. für kleine Kapitalgesellschaften und ggf. GmbH & Co. KG mit einer Bilanzsumme von EUR 6 Mio., Umsätzen von EUR 12 Mio. und wie bisher max. 50 Arbeitnehmern. An zwei aufeinander folgenden Bilanzstichtagen dürften zwei der drei Merkmale nicht überschritten werden um als kleine Kapitalgesellschaft zu gelten.

Desweiteren wurden die Umsatzerlöse neu als „die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern“ definiert. Dadurch ist es möglich, dass bisher als sonstige Erträge ausgewiesene Erlöse jetzt als Umsatz zu zeigen sind. Das kann auch Folgen auf die Darstellung der Aufwendungen mit sich bringen (als bezogene Leistung statt als sonstiger Aufwand). Auch wurden  die Abschreibungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind über 10 Jahre vorzunehmen, wenn die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Das kann auch bei entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerten angewendet werden.

Zudem ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses nicht mehr vorgesehen.

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